Brandenburger Dorfgeschichten

Posted by Daniela on 05. Apr 2010 20:13 | Categories: Gallery, Travel

Neulich beim Versuch, mit dem Zug von Berlin nach Leipzig zu fahren
Oder: Da staunt der Blönsdorfer und die Gäste wundern sich.

Macht sie glücklich! und hinterher sauber.

Posted by Daniela on 25. Apr 2009 12:40 | Categories: Video

Macht Yvonne reich und berühmt!
Anschauen, positiv bewerten, weiterschicken, Song runterladen:

—->   Video “KEIMFREI” von Uschi International   <—-

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Reinigung für Leib und Seele und Küche

Posted by Daniela on 13. Apr 2009 18:43 | Categories: Allgemein

Nur heute: Record Release von Uschis “Ich putze”

Uschis Künstlerseite
nur 99 cent!

3!

Posted by Daniela on 03. Mrz 2009 20:02 | Categories: Allgemein

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Never pixel a cow

Posted by Daniela on 11. Jan 2009 20:08 | Categories: Projects

pixelkuh.jpg  es steht ihr nicht.

YES THEY CAN!

Posted by Daniela on 11. Jan 2009 12:52 | Categories: Allgemein

Der Jugend wird ja gerne vorgeworfen, sie beziehe keine Stellung mehr, engagiere sich nicht, konsumiert jeden Müll und meidet jede Anstrengung. Anders diese beiden jungen Menschen: Yvonne Feller und Florian Flechsig. Sie versuchen mit allen (legalen) Mitteln, gegen den drohenden Untergang der Mittelschicht anzukämpfen. Sie geben sich mit ihrem Schicksal als angehende Gestalter nicht zufrieden, sondern tun etwas für sich und die Gesellschaft.

Ihre Versuche, aus Stroh Geld zu spinnen, werden öffentlich dokumentiert, so dass andere Bedürftige daraus lernen und Vorteile ziehen können. Somit tragen sie einen wichtigen Teil zum Wohle aller bei. Wer Güter in monetärer Form übrig hat und noch keinen Weg gefunden hat, sie sozial sinnvoll zu investieren, darf seine Zuwendung ohne Scheu zeigen. Auch alle, die ein politisches Euro-Zeichen setzen wollen, sind herzlich dazu eingeladen:

Yvonnes Spendenportal       Florians Spendenportal       Presseecho

Auch ich habe schon einen kleinen Teil dazu beigetragen, das sei hier mal erwähnt. Ich kaufte Frau Feller fantastische Weihnachtskekse ab, um meiner Familie zum Feste eine Freude zu bereiten. Das waren mir die zehn Euro wert -  eine sinnvolle Investition in die Zukunft einer jungen, talentierten Frau. Auch der Herr Flechsig soll in den nächsten Tagen ein Angebot für seine Wandgestaltung bekommen.

Neubauwelten

Posted by Daniela on 11. Jan 2009 11:03 | Categories: Gallery, Projects

Durchs weite Land

Posted by Daniela on 30. Nov 2008 20:25 | Categories: Gallery, Projects

Durchs goldene Land

Posted by Daniela on 13. Okt 2008 22:39 | Categories: Gallery, Projects

Von Hippies, Neuland und nackten Füßen

Es ist dreiviertel sieben als ich am Abend in der Herberge in Templin ankomme. Rasch zeigt mir die Erzieherin das leere Sechsbettzimmer, in dem ein Bett für mich bezogen ist, die Toiletten, den Fernsehraum, die Küche und die Duschen im Keller. Nachdem sie gegangen ist, beiße ich noch schnell von meinem mitgebrachten Brötchen ab und fahre dann eilig zum „Multikulturellen Centrum“. Hier wird heute Abend um 19 Uhr eine Fotoausstellung von Roland Köhler eröffnet. Der eigentliche Grund für meinen Besuch ist jedoch ein Film, der im Anschluss gezeigt werden soll.

Als ich im MKC ankomme, drängen sich schon die Leute erwartungsvoll in den Ausstellungsräumen. Die Räumlichkeiten sind nicht sehr groß, und so hängen an allen Wänden, sogar im Treppengang, die sauber eingerahmten Schwarz-Weiß-Fotografien. Anlass der Ausstellungseröffnung ist die Veröffentlichung des Buches Die Zugezogenen. Neusiedler in der Uckermark des Fotojournalisten Roland Köhler in Zusammenarbeit mit dem MKC. Es portraitiert in Fotos und Interviews Menschen, die sich bewusst für ein neues Leben in der Uckermark entschieden haben.

Auf den Fotografien sind Personen abgelichtet, deren Durchschnittsalter bei geschätzten fünzig Jahren liegt. Junge Menschen sind selten zu sehen und wenn, dann nur als Kinder der Neusiedler. Sie tragen oft einfache, knittrige Kleidung aus Leinen, haben offenes, welliges, krauses Haar, sind ungeschminkt, sehen sehr gesund aus, haben Lachfalten im Gesicht und tragen Latschen. Ihre Wohnungen sind einfach eingerichtet, viel Holz, Keramik, Bilder und Bücher.

Neben den Bilderrahmen hängt jeweils ein kleines Schild, das neben dem Namen der abgebildeten Person auch ihren Beruf angibt. Manche Tätigkeiten klingen wie ausgedacht, andere euphemistisch und einige sehr kreativ. Viele dieser Menschen sind Landschaftsplaner, Stadtplaner, Architekten, Innenarchitekten oder Raumplaner. Auch Heilpraktiker, Musiker, Publizisten und Künstler sind unter ihnen. Meine besondere Aufmerksamkeit widme ich jedoch eher den ausgefalleneren Berufen wie Keksbäcker, Lebenskünstler oder Wollmacher. Das klingt doch nach einem wunderbaren Leben. Zieh mit mir aufs Land und backe Kekse! Lass uns Lebenskunst machen und Wolle spinnen.

Auch wenn ich die Arbeit von Herrn Köhler schätze, vermisse ich hier dennoch Entscheidendes: die Jugend, den Fortschritt und die Veränderung. Ich sehe überall Menschen, die ihren Zenit schon überschritten haben, die sich nicht anpassen wollten, Individualisten, die in der Menschenleere der Uckermark endlich den Freiraum gefunden haben, den sie zum Wohlfühlen brauchen. Menschen, die sich diesen Freiraum leisten konnten. Sie genießen die Schönheit der Landschaft, die Natur, das einfache Leben und machen einfach das, was ihnen sinnvoll erscheint. Sie wollen ihre Ruhe haben und glücklich sein. Sie haben sich von der modernen Gesellschaft abgekapselt, kleine private Enklaven gebildet und schauen mich nun lächelnd an. Ich sehe Fotos, bei denen ich nicht sicher bin, aus welchem Jahrzeht sie stammen. Sahen so nicht die Sechziger aus? War der eine Mann mit dem Stirnband früher ein Hippie? Einer der Portraitierten sitzt auf einem Pferd. Er trägt eine Krone, ein Zepter und einen Umhang. Sieht so die Zukunft der Uckermark aus?

Mit Verspätung wird die Ausstellung durch zwei Hornbläser, die einen ungarischen Tanz spielen, eröffnet. Nach den warmen Worten der Kuratorin muss auch der Künstler nach vorne und etwas sagen. Er mag das gar nicht und wollte sich eigentlich drücken. Als er Annektdoten aus seinem Leben in der Uckermark erzählt, wird er mir sympathisch. „Wer wie ick uffm Land lebt, der weeß, wie viel et dort zu tun jibt. Man hat keene Freizeit. Und wenn man doch mal dazu kommt, sich im Jarten uff de Bank zu setzen und uffn Rasen zu schauen, denkt man sich: Der müsste och mal wieder jemäht werden.“ Das Publikum lacht. Er bedankt sich noch bei seiner Frau, die ganz wunderbar die Bilderahmen geputzt hat und verschwindet wieder in der Menge.

Ungeduldig warte ich auf den Beginn des Films, der heute noch gezeigt werden soll. Um mich herum tummeln sich all die portraitierten Neu-Uckermärker mit ihren rosa Wangen und kleinen Lachfältchen. Sie sehen alle so gesund aus. Hier hat keiner Augenringe. Niemand. Ein Zeichen dafür, dass ich nicht in der Stadt bin? Ich blättere durch den Ausstellungskatalog und überfliege die Interviews. Dabei fotografiert mich ein Fotograf, der zusammen mit dem Sprecher von Kulturland Brandenburg eingetroffen war. Ich drehe mich um. Ich möchte nicht als Stadtmensch erkannt werden.

Endlich klingelt das Glöckchen. Der Film beginnt. Im Rahmen der Ausstellung wird der Film „Neuland“ von Daniel Kunle und Holger Lauinger gezeigt. Der Holger Lauinger stand genau wie ich die ganze Zeit verloren in der Ausstellung herum. Er hat Augenringe. Nun hat er das Wort und muss die Fragen der Kuratorin beantworten. Das tut er gerne, denn er ist außer Filmemacher auch noch Fimverleiher. Da „Neuland“ nie eine Filmförderung erhielt, müssen sich er und sein Kollege um alles alleine kümmern.

Wälder, Felder, Strommasten, verfallene Bahnhöfe, leerstehende Häuser, wartende Menschen ziehen am Fenster eines Zuges vorbei. Mir kommen diese Bilder sehr bekannt vor. Nach diesem tristen Einstieg widmet sich der Film Menschen, auch Uckermärkern, die mit kreativen Ideen etwas verändern wollen. Sie resignieren nicht vor dem Leerstand, der Bürokratie oder Fremdenhass. Und wenn man die Menschen so reden hört, wünscht man sich, dass es mehr von ihnen gäbe. Menschen, die Zuknft sehen, die nicht aufgeben, die für ihre Ideen kämpfen, manchmal auch tricksen und die so wunderbar frei und ehrlich reden. Mehr davon, Herr Lauinger!

Frei sein, das dachte sich wohl auch die Frau neben mir. Sie hatte wie so viele hier graues krauses Haar, war auch sonst ganz in grau gekleidet und trug keinen Schmuck. Sie machte es sich im Kino gemütlich, zog ihre Schuhe aus und legte ihre Beine auf den Vordersitz. Gut, denke ich mir, warum nicht. Soll sie es sich bequem machen, solange sie nicht ihre Socken ausszieht. Sie tat es. Sie zog ihren rechten Socken aus und massierte mit der linken Hand ihren rechten Fuß. Was soll man davon halten? Bin ich zu verklemmt oder ist sie zu freizügig? Soll ich sie fragen, ob sie meinen Fuß auch massieren möchte? Ob ich ihren vielleicht mal anfassen dürfte? Ist das Reflexzonenmassage? Welche Zone massiert sie da gerade? Ihren Unterleib? Ihren Dickdarm? Zieh dir bitte wieder die Socke an, alte Frau. Aber sie fühlte sich wohl mit ihrem nackten Fuß in der Hand und drückte weiter darauf herum.

Als die Vorstellung vorbei ist, will ich den Herrn Lauinger eigentlich noch fragen, worum es im nächsten Film gehen wird, aber ich entscheide mich, das Weite zu suchen und den Rest des Abends in der Herberge zu verbringen. Das war mir zu viel Freizügigkeit heute.

Templin

Durchs graue Land

Posted by Daniela on 06. Okt 2008 20:04 | Categories: Gallery, Projects

Oderbruch und Uckermark

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